1.2 Theoretische Fundierung dieser Handreichung

Die Berufswahl der Jugendlichen bewegt sich in einem individuellen Spannungsfeld zwischen den (nicht unbedingt bekannten) eigenen Ansprüchen, den Ansprüchen des sozialen Umfeldes und des Arbeitsmarktes. Hinzu kommen die immer vielfältiger werdenden beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten in Verbindung mit fragmentierten Berufsbiografien.

Als Grundlage zur Entwicklung von schulischen Berufsorientierungskonzepten wird insbesondere das Kooperationsmodell als geeignet angesehen, weil es den Entwicklungsprozess in Verbindung mit der Selbststeuerung des Jugendlichen in den Mittelpunkt stellt und zugleich die Unterstützung des sozialen Umfeldes mit einbezieht. Hierfür ist eine Vernetzung im doppelten Sinne notwendig. Die interne Vernetzung zwischen den Fächern ist mit der externen Vernetzung zwischen Schule, Eltern, Arbeitsagentur, Unternehmen, Kammern und anderen an der Berufsorientierung beteiligten Partnern abzustimmen. Darüber hinaus ist der Fachunterricht gefordert, dem Jugendlichen einen Orientierungsrahmen, zum Beispiel zur Funktionsweise des Arbeitsmarktes, bereitzustellen.

Die doppelte Vernetzung bedeutet zugleich, dass die Berufsorientierung eine umfassende Schulentwicklungsaufgabe unter der Federführung der Schulleitung darstellt. Angesichts der zahlreichen Praxiskontakte ist weitergehend der Aufbau bzw. die Weiterentwicklung regionaler Netzwerke erforderlich.

 


Historie der angehängten Datei(en):
01.08.2015: modifizierte Fassung
11.10.2012: erstmalige Veröffentlichung
01.08.2013: keine Modifikationen (abgesehen von der Kopfzeile)

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